Ich bin Zeugnis - von Hartmut

Meine lieben Freunde, ich hatte eigentlich das große Vorrecht, von gläubigen Eltern erzogen zu werden. Fünf Geschwister zur Seite, es war eine wunderbare Kindheit und Jugend. Auch die Gemeinde war eine herrliche Oase in mitten der grausamen Umwelt. Die Schule hat manches Mal Kämpfe verursacht. Klassenfahrten, schlechtes Gerede, usw. das verstand ich selbst, passte nicht gut für mich. Ich war nicht konsequent. Leider habe ich es nicht so verstanden wie andere Kinder aus unserer Gemeinde oder auch meine Geschwister wohl, mich innerlich klar von allem zu trennen, was Gott nicht gefiel. Die Klassenkameradinnen habe ich immer gern angesehen. Zumindest die Schöneren. Die Bibel nennt das Augen- und dann auch Fleischeslust. Dafür schäme ich mich heute sehr. Um eine gute Grundlage für die Ehe zu schaffen, hätte ich diesen Reizen mit Gottes Hilfe widerstehen sollen.

Ich möchte hier ganz offen jedem Jugendlichen schreiben: Es ist so gut, wenn wir Gott in jungen Jahren schon über alles lieben. Lass Dich doch bitte ermuntern, dich klarer auf Gottes Seite zu stellen, als ich es getan habe. Ringe Dich dazu durch und Du wirst selbst sehr glücklich. Die Dinge dieser Welt werden Dir dann sehr gering und dadurch kannst Du die Anfechtungen wesentlich besser bestehen (Wer möchte, kann eine gute Anleitung, ein schlichtes Heft von mir bekommen. Bruder H. Pfeifer schrieb die Broschüre "Die Liebe zu Jesus und das Glück der Gebote").
Deine Kameraden beobachten dich, ob du willst oder nicht. Wenn du Jesus im Herzen und vor Augen hast – wie Er in diesem Menschsein und in der begrenzten menschlichen Natur doch durch gewaltig ernstes Gebet (Hebr. 5, 7) jede sündige Neigung überwunden hat - dann hast Du eine gewaltige Hoffnung für Dich. Du weißt dann, dass es wirklich möglich ist, Jesus überall hin zu folgen. Denn da ist kein Schritt, den Er nicht voraus gegangen wäre. Leider habe ich das damals nicht so verstanden, obwohl wir es doch in jeder Versammlung hörten. Das war und ist wirklich Evangelium. Nur – jeder muss es für sich gewinnen. Das Wort muss ins Herz hinein und da bewahrt bleiben.


Mein Weg ohne Gott ist des Öfteren knapp am Tod vorbei gegangen. An einem Mittwochabend hatten wir unsere kleine Versammlung in der Schule in Mülheim an der Ruhr. Da bin ich geboren und aufgewachsen. Ich hatte das Militär hinter mir, dort den Führerschein machen können und damals ein Fahrzeug. In dieser Versammlung - so meinte ich - hat jemand gepredigt und mich als Beispiel (wohl negativ, wie ich dachte) erwähnt. Darüber war ich so aufgebracht, dass ich mich nach der Versammlung abends um ca. 22.00 Uhr in meinen Citroen setzte, und auf die Autobahn ging. An diesem Abend hat es in Strömen geregnet. Dennoch jagte ich in meinem Zorn die A 42 Richtung Herne entlang. Oberhausen – Herne, dann die A 43 nach Bochum und von da Essen – Mülheim. So war es mein Plan. Gottes Plan war anders. Er erteilte mir eine gehörige Lektion.

Durch Essen geht die heutige A 430 durch einen Tunnel. Ich muss noch erwähnen, dass die gesamte A 430 rechts und links von Betonmauern gerahmt ist. Nach dem Essener Tunnel ging es wieder an den mit Wasser voll stehenden Spurrillen mit 160 km/h entlang. Bis es mich in einer Kurve in diese Rillen rein zog und das Auto so ins Schleudern kam, dass ich mein Ende vor Augen hatte. Das Steuer mal nach links, sogleich wieder nach rechts und so, ich weiß nicht wie lang das ging. Das sind Sekunden oder Bruchteile davon. Da brachte mir Gott in seiner Güte einen Artikel aus einer ADAC-Zeitschrift in Erinnerung. Da war empfohlen worden, in solcher Situation im spitzen Winkel die Leitplanke anzusteuern um das Auto auf diese Weise abzubremsen. Ich wusste mir nicht mehr anders zu helfen und tat so. Mein Fuß rutschte beim Aufprall vom Bremspedal aufs Gas. Einige Male knallte ich mit der linken vorderen Ecke gegen die Leitplanke, bis mir das bewusst wurde. Ich nahm Gas weg und lenkte nach rechts. Das Auto schliff noch einige Meter mit der ganzen Breitseite die Leitplanke entlang und kam dann zum Stehen. Ich konnte es selbst nicht glauben, dass ich keine Schramme abbekommen habe.

Was ich Euch nun schreibe, treibt mir noch heute die Tränen in die Augen: Als die Polizei mich nach Hause fuhr, öffnete mein Vater mir die Wohnungstür. Er fragte: Wo warst du, mein Sohn, ich habe dich in den Tod fahren sehen und Gott um dein Leben angefleht. Es ist mein Wunsch, dass dieses Gebet meines Vaters und vieler, vieler andere auch für das ewige Leben Bestand hat. Da habe ich jetzt meinen Teil dazu beizutragen. Es gilt zu wachen und zu beten um nicht in Anfechtungen zu unterliegen. Gott möge mir dazu Gnade geben und lasst Euch ermuntern, auch Euren Weg mit Gott in großer Freude zu gehen. Wir haben einen unbeschreiblichen, liebenden Vater, der noch viel mehr als irdische Väter acht auf uns hat und weint und trauert, wenn wir nicht ständig bei ihm Rat suchen zu unserem eigenen Besten.

Herzlich grüßt Euch Hartmut Weißgerber


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